Guglielmo Marconi baute vor genau 100 Jahren in Bologna die erste Kommunikationsstrecke auf. Er wurde in Bologna geboren, sein Vater war Italiener und seine Mutter Irin. Später wurde er in Florenz erzogen. Dann ging er zur technischen Schule im Leghorn, in der er Physik studierte. Nach seinen erfolgreichen Experimenten in Bologna, der Versendung von elektrischen Signalen, wurde Marconi von der Idee, Nachrichten über den Atlantik mittels elektromagnetischen Wellen zu versenden, versessen. Er errichtete eine Antenne, 100mal leistungsfähiger als jede vorhergehende Station, bei Poldhu, auf der Südwestspitze von England und brachte im November 1901 bei Neufundland St. Johns eine empfangende Station an. Am 12. Dezember 1901 empfing er das erste Signal. Die erste transatlantische Funkbotschaft war geglückt. Diese Nachricht verbreitete sich um die ganze Welt, und er wurde von hervorragenden Wissenschaftlern, einschließlich Thomas A. Edison, mit Beifall begrüßt. Marconi empfing viele Preise, unter anderem den Nobelpreis für Physik im Jahre 1909. Eine weitere Ehre war es für ihn, als Delegierter zur Friedenskonferenz nach Paris reisen zu dürfen, wo er den Friedensvertrag mit Österreich und Bulgarien unterzeichnete. Als anerkannter Wissenschaftler verstarb er im Jahr 1937.
Polybios war ein griechischer Schriftsteller und Historiker, der um 200 vor Christus geboren wurde und um das Jahr 120 verstarb. Von ihm stammt die erste Universalgeschichte, die damals 40 Bände umfasste, von denen heute aber nur noch fünf erhalten geblieben sind. Neben der Schriftstellerei beschäftigte er sich auch mit Verschlüsselungen. Die ADFGVX-Verschlüsselung ist eine leicht abgewandelte Form seiner ursprünglichen Verschlüsselung.
Auguste Kerckhoff von Nieuwenhof, geboren 1835 in den Niederlanden, studierte in Deutschland und lebte schließlich in Frankreich, wo er 1903 verstarb. Er schrieb unter anderem ein Buch zu Volapürük, einer künstlichen, Esperanto-ähnlichen Sprache. Er galt als einer der bedeutendsten Kryptographen der Telegraphenzeit und unterschied zwischen taktischen und strategischen Zielen der Geheimhaltung, also dem zeitweiligen Schutz und den zeitlosen Schutz der Nachricht und attackierte die bis dahin bei den Krytologen gültige Form "Melius est abundare quam deficere" - "Lieber zuviel als zu wenig". Er forderte, dass die Sicherheit ganz oder zumindest zu einem wesentlichen Teil vom Schlüssel abhängen muss. Auguste Kerckhoff beschreibt die Voraussetzungen für eine sichere Verschlüsselung folgendermaßen:
“"Ein Verfahren ist dann sicher, wenn man es nicht knacken kann, obwohl man den Code kennt."
1883 beschreibt Auguste Kerckhoff in seinem Buch "La Cryptographie Militaire", die folgenden sechs Regeln, gewonnen aus seinen Studien der historischen Kryptographie, die jeder befolgen sollte, wenn er sein Geheimnis bewahren will:
Bei dem Begriff "Schlüssel" wird sofort an kurze, leicht verständliche Wörter gedacht. Doch zur Zeit des 1. Weltkrieges wurde diesem Begriff eine andere Bedeutung zugemessen. Schlüssel konnten zum Beispiel von Kriegsschiffen mitgeführte dicke Codebücher sein. Das waren umfangreiche, lexikonartige Bände, in denen jedem Klartextwort eine Geheimtextzeichenfolge gegenüberstand, ähnlich dem eines Wörterbuches. Die Umwandlung des Klartextes in den Geheimtext erfolgte wie bei der Wort-für-Wort-Übersetzung in eine Fremdsprache mit Hilfe eines Wörterbuches. Doch die Nachteile waren nicht zu übersehen. Die Codebücher waren als Schlüssel recht unhandlich, sie enthielten bis an die 2000 Eintragungen, konnten selten gewechselt und mussten oft durch neue ersetzt werden, wegen der Gefahr dem Feind in die Hand zu fallen.
Die unsichere Nachrichtenübermittlung machte eine Chiffrierung aller Nachrichten erforderlich. Die Engländer beschlossen eine kryptologische Abteilung zu schaffen. In dem englischen Entdecker James Alfred Ewing, der sich schon vor Ausbruch des 1. Weltkrieges für Kryptologie interessierte, fanden sie einen geeigneten Mann. Ewing machte sich sogleich daran, alle Handels-Codebücher zu studieren, kam aber nur langsam voran. Währenddessen häuften sich die verschlüsselten deutschen Nachrichten, die sie über Radio aufgenommen hatten. Weitere Mitarbeiter wurden in dieses Projekt eingeweiht. Im November 1914 zog die gesamte Abteilung in das Zimmer 40 (daher der Name ) des Admiralitätsgebäudes. Zur Zeit der Übergabe des Zimmermann-Telegramms lag die Anzahl der Mitarbeiter bei 800 Funkern, fast 80 Kryptologen und Büroangestellten. Sie bestanden aus Sprachwissenschaftlern, Altphilologen und Kreuzworträtsel-Süchtigen. Im Oktober 1916 verließ Ewing die Gruppe und neuer Leiter wurde Admiral William R. Hall.