1885 wurde in Lychburg, einer Stadt in Virginia, ein 23 Seiten langes Buch veröffentlicht, welches ebenfalls von einer Geheimschrift und einem Schatz handelt. Doch soll diese Geschichte im Gegensatz zu Edgar Ellen Poe's "Goldkäfer" von einer wahren Begebenheit erzählen, worüber man sich aber immer noch nicht im Klaren ist.

Der Hotelbesitzer Robert Morriss, wohnhaft in Lynchburg, lernt im Januar 1820 einen Mann namens Thomas J. Beale kennen als dieser sich in das Hotel einquartiert. Beale verbrachte den restlichen Winter in Lynchburg. Er machte sich dort sehr beliebt, obwohl er sehr schweigsam hinsichtlich seiner Familie, Herkunft und Zweck seines Aufenthalts war. Ende März des gleichen Jahres verschwand er so plötzlich, wie er gekommen war.
Zwei Jahre später, im Januar 1822 kehrte er zurück
nach Lynchburg und verbrachte dort nochmals den Winter. Beale
übergab dem Hotelbesitzer Morriss eine verschlossene Kiste
angeblich mit Papieren von großem Wert. Morriss bewahrte
die eiserne Kiste sicher in einem Tresor auf.
Im Mai 1822 erhielt Morriss von Thomas J. Beale einen Brief. Der
Brief enthielt die Anweisung, die Kiste gut bewacht aufzubewahren,
weil sie Unterlagen enthält, die für Beale und vielen
anderen von großer Bedeutung wäre. Wenn sich niemand
bei Morriss mit einer Vollmacht von ihm meldet, solle er nach
Ablauf von zehn Jahren die Kiste öffnen. Morriss solle dann
einen Schlüssel erhalten, der es ihm ermöglicht, den
Inhalt der Unterlagen zu verstehen.
Nach 10 Jahren hatten sich keiner bei Morriss gemeldet und auch der besagte Schlüssel kam bei ihm nicht an. Erst im Jahr 1845 öffnete er endlich die Kiste und entdeckte 3 Blätter mit Zahlenchiffren und eine Notiz, die folgendes enthielt:
Im April 1817, fast drei Jahre vor seinem ersten Treffen mit
Morriss, seien Beale und 29 weitere Männer zu einer Reise
durch Amerika aufgebrochen.
In einer kleinen Schlucht etwa 250/300 Meilen nördlich
von Santa Fe entdeckte einer der Männer in einem Felsspalt
etwas, das wie Gold aussah. Sie prüften das Material und
kamen zu dem Schluss, dass es tatsächlich Gold
war.
Innerhalb von 18 Monaten Ausgrabungsarbeit sammelten sie eine
beträchtliche Menge an Gold. Sie beschlossen das Gold sicher
aufzubewahren und es in Virginia an einen geheimen Ort zu vergraben.
1820 kam T.J. Beale nach Lynchburg, suchte einen geeigneten
Platz und vergrub den wertvollen Schatz.
Als Beale in Lynchburg war, gruben die anderen Männer
weiter nach Gold. Beim zweiten Besuch von Beale in der Stadt fügte
er den Rest zum Schatz hinzu.
Weiterhin stand geschrieben, was in den drei Blättern mit den Zahlenchiffren inhaltlich beschrieben war.
Als Morriss die Notiz las, waren schon 23 Jahre seit Beales letztem Besuch vergangen. Nun versuchte Morriss ohne den versprochenen Schlüssel, die Chiffren zu entschlüsseln. Da er innerhalb von 20 Jahren kein Ergebnis erzielte, wandte er sich an einen uns unbekannten Freund und dieser verfasste die kleine Schrift von 23 Seiten zur Geschichte des Beale-Schatzes. Dem Freund ist es außerdem gelungen, das zweite Blatt der Chiffren mit dem Inhalt des Schatzes zu entschlüsseln.