Oder die Deutschen verwendeten einen Spruchschlüssel mehrfach. Dies waren aber keine Schwachpunkte der
Enigma, sonder einfache Gebrauchsfehler. Dies half den
Kryptanalytikern und sie konnten einige Meldungen entschlüsseln. Die Arbeit wurde ihnen
aber auch von der deutschen Seite aus vereinfacht, da man sich einigte, dass die Walzen nicht
zwei Tage in Folge in derselben Lage seien durften. So konnten die englischen Kryptanalytiker
bei erschlossener Walzenlage die Hälfte der möglichen Konfigurationen
des nächsten Tages ausschließen. Außerdem wurde von den Deutschen auch die Regel eingeführt,
dass kein Buchstabe mit seinem Vorgänger oder Nachfolger vertauscht werden durfte und
ein Buchstabe konnte durch den Reflektor auch nicht auf sich selbst abgebildet werden.
Dies erleichterte zwar die Bedienung, aber man erleichterte dadurch auch die Entschlüsselung. Die Deutschen wollten damit nur Vertauschungen aus dem Wege gehen, aber man beachtete überhaupt nicht, das sich dadurch die Zahl möglichen Schlüssel und Vertauschungen stark verringerte. Die Kryptanalytiker mussten immer wieder nach neuen Schleichwegen suchen, da die Enigma ständig verbessert wurde.