Die asymmetrische Verschlüsselung wurde bereits Anfang der 70er
Jahre vom GHCQ entwickelt, jedoch nicht publiziert,
so dass Whitfield Diffie lange Zeit als deren Erfinder galt.
Whitfield Diffie veröffentlichte 1975 seine Überlegungen zu einer Verschlüsselung, bei der Chiffrier- und Dechiffrier-Schlüssel verschieden sind.
Allein der Begriff der asymmetrischen Verschlüsselung war revolutionär, jedoch hatte Diffie kein Beispiel, wie diese Idee hätte umgesetzt werden können.
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Seine Idee wird im folgenden Beispiel erläutert, in dem Bob Alice eine Nachricht zukommen lässt. Zunächst muss Alice erst einmal ein eigenes Schlüsselpaar herstellen: einen Chiffrier-Schlüssel (der sogenannte öffentliche Schlüssel) und einen Dechiffrier-Schlüssel (auch privater Schlüssel genannt, weil den nur sie kennen darf). Der öffentliche Schlüssel wird zur freien Verfügung gestellt. Wenn Bob an Alice eine Nachricht schicken möchte, muss er diesen heraussuchen und seine Nachricht mit eben diesem Schlüssel chiffrieren. Niemand, auch Bob nicht, kann mit diesem Schlüssel die Nachricht wieder dechiffrieren. Deshalb muss der öffentliche Schlüssel auch nicht geheimgehalten werden. Ausserdem soll ja jeder die Möglichkeit haben, Alice eine Nachricht zu schicken. Sie ist als einzige im Besitz des Dechiffrier-Schlüssels und kann die Nachricht entschlüsseln. |
Offensichtlich hatte man damit das Problem der Schlüsselverteilung
gelöst, auch das Hin und Her wie bei der Schlüsselvereinbarung
nach Diffie, Hellman und Merkle entfiel grösstenteils.
Voraussetzung für dieses Verfahren ist allerdings, dass
der private Schlüssel nicht aus dem öffentlichen Schlüssel
herleitbar ist!