„Der Mann mit der eisernen Maske“


Über diese geheimnisvolle Person war schon gerätselt worden, als er in der französischen Festung Pignerol inhaftiert worden war. In einer Theorie hieß es, er sei der Zwilling von Ludwig XIV., acht Stunden jünger als er und zur Gefangenschaft verdammt, damit Ludwig der alleinige Thronerbe sei. Einige Menschen behaupteten sogar, Napoleon sei ein Nachfahre der Maske. Der Mythos war auch für Dichter eine Herausforderung. So schrieb Alexandre Dumas einen Roman zu diesem Thema. Durch die Verfilmung denken heute noch viele Menschen, dass der Mann mit der Maske mit Ludwig verwandt sei.

Heute kennen wir die Wahrheit, weil der fanzösische Offizier Etienne Bazeries die codierten Briefe entziffert hatte, die Aufzeichnungen über den Mann mit der eisernen Maske enthielten.

In Wirklichkeit ist der Mann mit der Maske General Vivien de Bulonde, ein Kriegsverbrecher. Obwohl er im Kampf den Auftrag hatte, die Stellung zu halten, floh er und ließ seine Munition und seine verwundeten Soldaten zurück, was den ganzen Feldzug gegen Österreich gefährdete. Bulonde wurde in das Gefängnis überführt und durfte nur noch nachts mit einer eisernen Maske an den Zinnen entlang spazieren gehen.


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| Hauptseite | Autor: Maja Zöllner |