Fehler der Deutschen


Die Deutschen machten bei der Anwendung der Enigma viele Fehler. Alle zusammen trugen letztendlich zum polnischen Erfolg bei. Zunächst einmal ist hier die doppelte Sendung des Spruchschlüssels zu erwähnen. Dies war der entscheidene Ansatz für Marian Rejewski gewesen, Schwachstellen im System zu entdecken. Zudem ist auch die schlechte Geheimhaltung der Details, zum Beispiel die Codebücher und Anleitungen, nicht zu verachten. Erst dadurch war es Hans-Thilo Schmidt möglich, jahrelang vertrauliche Informationen zu verkaufen. Zwar wurde die Geheimhaltung zu Beginn des Zweiten Weltkrieges verschärft, doch kam diese Maßnahme zu spät. Zu weit war man in Polen bei der Dechiffrierung gekommen.

Vor und auch im Krieg machten die deutschen Funker selbst vorwurfsvolle Fehler. So wurden beispielsweise die selbstzuwählende Spruchschlüssel nicht geändert oder zu einfach gewählt. Verwendung fanden auf der Tastatur nebeneinander liegengende Buchstaben, die eigenen Initialen oder die Namen von Frauen. Auch nach 1940 wurden sogar alte Codebücher noch einmal verwendet. Diese Umstände halfen bei der Dechiffrierung - nicht nur für Polen, sondern später auch für die Alliierten.


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Hauptseite Proseminar | Autor: Maik Rosenow - Informatik 2000