Situation und Verhältnisse in den einzelnen Ländern


Deutschland

Deutschland hatte den Ersten Weltkrieg verloren. Infolgedessen wurde ihm der Versailler Vertrag auferlegt. Neben erheblichen Gebietsabtretungen und damit einem Verlust an Bevölkerung, Industrieanlagen, landwirtschaftlichen Nutzflächen und Rohstoffen, hatte es zudem auch mit politischen Umstrukturierungen zu kämpfen. Das Kaiserreich wurde zur Republik. Des Weiteren litt die Wirtschaft enorm unter den immensen Reparationsforderungen. Die Auflagen der Alliierten beinhalteten auch die Reduzierung der Anzahl der Militärangehörigen und schrieben Rüstungsbeschränkungen verschiedenster Art vor.

Polen

Polen hatte erneut seine Souveränität erlangt, jedoch war diese von Beginn an unsicher. Zwar war Deutschland stark geschwächt, doch früher oder später, so befürchtete man, würde es seine abgetretenen Gebiete zurückfordern - oder schlimmer noch - zurückholen. Die Angst Polens war aber nicht nur auf den Westen beschränkt. Von Osten her bedrohte die Sowjetunion den "neuen" Staat. Den Kommunismus in Europa zu verbreiten, war ein Ziel. Sollte es dazu kommen, geschah dies wohl zuerst auf polnischem Gebiet. Polen - eigentlich ein Gewinner des Ersten Weltkriegs - wurde also gleich von zwei Seiten bedroht.

Alliierten

Die Alliierten, hier insbesondere Frankreich, hatten den Ersten Weltkrieg gewonnen. Zwar hatte man die deutsche Wehrmacht "nur" bis an den Rand der alten Grenze zurückgedrängt und war letztendlich in einer Materialschlacht verhaart, jedoch hatte das deutsche Reich schließlich kapituliert. Auch sonst wäre der Krieg wahrscheinlich zugunsten der Alliierten ausgegangen. Beflügelt vom Sieg und dem Durchsetzen des Versailler Vertrages setzte sich eine euphorische Stimmung, ja eine Stimmung der Überlegenheit durch.


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Hauptseite Proseminar | Autor: Maik Rosenow - Informatik 2000