Forschungsprojekte 2001

FIN, IVS, AG Softwaretechnik


Profi-IN: Javabeansbasierte Implementierung intelligenter Netze und deren metrikenbasierte Effizienzbewertung (Industrieprojekt) SPE:

Grundlagen des Software Performance Engineering

FFP-Efficiency:

Semiautomatisierte Anwendung der FFP für die Automobilsoftware (Industrieprojekt)

PALM-SE:

Einsatz von Handhelds im Projektmana- gement (Industrieprojekt)

Messung und Bewertung agentenbasierter Softwaresysteme
Q-PORT:

Qualitätsbewertung eines OO-Produktes für die Software-Portierung (Industrieprojekt)

M-COMPARE:
Konzeption von Vergleichskriterien für die Integration heterogener Middleware-Ansätze im EAI-Umfeld (Industrieprojekt)
ISBSG PORTAL:

Estimation Software Development (Magdeburg-ETS Montreal Projekt)

 
Forschungs- Team

Profi-IN: Javabeansbasierte Implementierung intelligenter Netze und deren metrikenbasierte Effizienzbewertung (Industrieprojekt):

Das Projekt wurde gemeinsam mit dem EZ Berlin der Deutschen Telekom realisiert. Bei diesem Industrieprojekt geht es um den effizienten Einsatz moderner Technologien verteilter Systementwicklung für Intelligente Netze (IN) im Telekommunikationsbereich. Erste Ergebnisse auf diesem Gebiet wurden erreicht, als

  • Analyse, Messung und Bewertung von komponentenbasierten Systementwicklungen auf der Basis der Enterprise Java Beans (EJB) unter Anwendung des Magdeburger Software Measurement Frameworks im Rahmen einer Diplomarbeit (als Produktbewertung),
  • Konzeption einer Prozeßbewertung mit dem Ziel, diese in ausgewählten Projekten anzuwenden und eine metrikenbasierte Prozeßrealisierung im Sinne des Capability Maturity Model (CMM) der Stufe 4 zu etablieren,
  • Analyse und Bestimmung der EJB-basierten empirischen Kriterien, Verlaufsmuster und Architekturen für einen meßbaren Effizienzgewinn im Rahmen des CBSE.

Ergebnisse:

  • auf der Grundlage von prototypischen Realisierungen von EJB-Projekten bei der Deutschen Telekom wurden erste Bewertungen zur Wiederverwendung dieser Komponenten vorgenommen;

  • darüber hinaus wurden Messungen an den jeweiligen EJB-Systemkomponenten vorgenommen, die erste empirische Schlüsse zur Performance oder Wartbarkeit zuließen;


Grundlagen des Software Performance Engineering (SPE):

Ausgehend von den bereits erreichten Ergebnissen im PerfEng-Projekt geht es hierbei

  • um den weiteren Ausbau der methodischen Grundlagen für die Einbeziehung des SPE in industrielle Entwicklungsprozesse;

  • um die Verfeinerung der Prozeßgütekriterien im PEMM und deren Anwendung in weiteren industriellen Umfeld;

  • um mögliche Formen der Verallgemeinerung des Software Performance Engineering für weitere Arten der aspektbezogenen Softwareentwicklung, wie das Security Engineering der das Utility Engineering;

Außerdem soll bundesweit die SPE-Community motiviert und ausgebaut werden.

Ergebnisse:

  • Initiierung einer internationalen Publikation durch Herrn Scholz und Herrn Schmietendorf in einer Buchform;

  • Anwendung des SPE für weitere Softwaresystemarten, wie zum Beispiel für agentenbasierte Systeme - konkret für die Software-Aglets sowohl als Operationsperformance

    als auch als Mobilitätsperformance;

  • Untersuchungen zum SPE für den Bereich der komponentenbasierten Systementwicklung;

  • Start einer Buchreihe unter dem Titel Magdeburger Schriften zum Empirischen Software Engineering mit den Proceedings des IWSM2000-Workshops:

  • zahlreiche Preprints und Paper auf nationalen und internationalen Publikationen;


FFP-Efficiency: Semiautomatisierte Anwendung der FFP für die Automobilsoftware (Industrieprojekt)

Das Projekt wurde gemeinsam mit der Siemens AUTOMOTIV in Regensburg realisiert. Die im allgemeinen manuelle Auszählung der Function Points ist ein sehr zeitaufwendiger Prozeß. Das vorliegende Projekt galt der weitestgehenden Automatisierung dieses Prozesses der Bestimmung der (Full) Function Points aus den Spezifikationen der Automobil-Softwaresystemen.

Ergebnisse:

  • ausgehend von den grundlegenden Zählgrößen

    wurde eine interaktive Unterstützungsform für die Auswertung der im allgemeinen als Wordfile vorliegenden Spezifikationen geschaffen;

  • die Ergebnisse gehen in die Bewertung der COSMIC-FFP mit ein;


PALM-SE: Einsatz von Handhelds im Projektmanagement (Industrieprojekt):

Das Projekt wurde gemeinsam mit der Firma Software Measurement Technology GmbH (SMT) in Huerth realisiert. Im Bereich der Softwareentwicklung - speziell beim Projektmanagement - existieren bereits eine Reihe von CASE-Tools die zumeist auf Notebooks implementiert sind und genutzt werden. Das vorliegende Projekt galt der Untersuchung, in wie weit sich die "handliche" Technik der Handhelds eignet, um als CASE angewendet werden zu können.

Ergebnisse:

  • es wurden eine Reihe von CASE-Tools modelliert, die für das Projektmanagement anwendbar sind (zum Beispiel für die Bewertungen nach dem CMM, der ISO-9000 und dem COCOMO);

  • es wurde ein Tools zur Umsetzung der Full Function Point Methode für den PALM implementiert;


Messung und Bewertung agentenbasierter Softwaresysteme:

Die Technologie agentenbasierter Systemen hat insbesondere mit dem WWW und den darauf realisierbaren (kommerziellen) Systeme eine besondere Bedeutung und Verbreitung erlangt. Die empirischen Aspekte der Prozeß-, Produkt- und Ressourcenbewertung werden dabei (bis auf einige Performanceformen) bisher kaum untersucht. Dieses Projekt beschäftigt sich mit den Grundlagen der Softwaremessung und -bewertung für diesen softwaretechnologischen Bereich.

Ergebnisse:

  • erste allgemeine Meßagenten wurden für die Software-Aglets implementiert; so zum Beispiel ein mobiler Agent, der die Codzeilenanzahl von Objekten bestimmt

    oder die Informationen der jeweils besuchten Cities dokumentiert;

  • besondere Untersuchungen gelten die Effizienzbewertung des Laufzeitverhaltens von Agenten, wie zum Beispiel zur Performance;

  • ein Preprint und zahlreiche nationale und internationale Publikationen;


ISBSG PORTAL: Estimation Software Development (Magdeburg-ETS Montreal Projekt)

Das internationale Konsortium ISBSG (International Software Benchmarking Standards Group) hat seinen Sitz in Australien und dient der Sammlung von Aufwands- bzw. Funktionsumfangschätzdaten von Softwarefirmen in der ganzen Welt. In jährlichen Reports werden diese Schätzergebnisse aufbereitet vorgestellt. Auf dieser Grundlage können sich andere Softwarefirmen in der Welt orientieren.
Der Inhalt dieses Projektes ist es, ein Portal für eine interaktive Nutzungsform zu entwickeln. Die Software wird von einem Praktikanten unserer Arbeitsgruppe in Montreal unter der Leitung von Prof. Alain Abran implementiert. Eine erste Version zeigt das folgende Bild.

Die Eignung und endgültige Form wird von den Mitgliedern des internationalen Software- Messkonsortiums COSMIC, zu deren Mitgliedern auch unsere Arbeitsgruppe gehört, diskutiert und validiert.


Q-PORT: Qualitätsbewertung eines OO-Produktes für die Software-Portierung (Industrieprojekt):

Die metrikengestützte Analyse und Bewertung hat sich insbesondere bei der Einschätzung des Wartungsaufwandes bewährt. In diesem Projekt geht es um eine aspektbezogene Ausrichtung dieser Analyse und Bewertung hinsichtlich der Teilaspekte für die Portierung eines mit UML modelliertes und in C++ implementiertes Software-Produktes. Das Projekt wird gemeinsam mit dem EZ Berlin der Deutschen Telekom realisiert. Die folgenden Bilder deuten die Auswertungsform als Komplexitätsbackground für die Impaktanalyse an.

Als Call-Graph insgesamt:

und als Wartungsbewertung:


M-COMPARE: Konzeption von Vergleichskriterien für die Integration heterogener Middleware-Ansätze im EAI-Umfeld (Industrieprojekt):

Die gegenwärtig wachsende Komplexität und Heterogenität von verteilten Anwendungssystemen erfordert einheitliche Bewertungsgrundlagen bzw. Vergleichskriterien für deren effiziente Systemausrichtung. Inhalt dieses Projekte ist es daher, auf der Grundlage einer aufzubereitenden Empirie für diese Software-Systemklasse die dafür notwendigen Merkmale und deren Anwendung für einen Vergleich bzw. eine Bewertbarkeit zu erreichen. Dieses Projekt wird gemeinsam mit dem EZ Berlin der Deutschen Telekom realisiert.

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