Forschungsprojekte 2006

FIN, IVS, AG Softwaretechnik


Web-basierte Systeme und Implementation von Webservice-Center-Diensten eMeasurement für FSM (Cont.) ITIL-basierte Software-Prozessoptimierung für den KMU-Bereich Statistische Prozesssteuerung im Automotiv-Software-Bereich Agent-Based E-Learning Release-based Test Evaluation
eLearning Content eLearning Management Metrikendatenbanken und Repositories Software Measurement Infrastructures Qualitätssicherung bei der Entwicklung verteilter Systeme
Forschungs- Team

Metrikendatenbanken und Repositories:

Im Rahmen von Industrieprojekten der AG Softwaretechnik sind bereits Prototypen von Metrikendatenbanken (MDB) im Einsatz. Außerdem existieren bereits erste Ansätze im Web im Rahmen des E-Measurement, die allerdings noch gering den Bereich der Softwareentwicklung unterstützen. Die folgende Abbildung zeigt eine bereits in einem vorhergehenden Projekt mit der Industrie entwickelten MDB.

Inhalt dieses Projektes ist, ausgehend von einer zu erstellenden State-of-the-Art-Bewertung, die Modellierung und prototypische Implementierung von empirischen Konzepten zur wirksamen Unterstützung des IT Bereiches auf der Grundlage von Metrikendatenbasen bzw. Repositories. Als Architekturgrundlagen wurden dabei das Measurement Data Warehouse, das Mediated Measurement Reporsitory sowie das Service Bus-oriented Measurment Repository (siehe Abbildung) näher untersucht.

Dabei wird vor allem die Effizienzbewertung der MDB-Lösung selbst einbezogen. Inzwischen ist ein allgemeines MDB-Gütemodell definiert, in einem Preprint publiziert und auf der Grundlage von Detailbetrachtungen erfolgreich auf internationalen Workshops diskutiert.


Konzeption und Anwendung einer statistischen Software-Prozesssteuerung in der Automobilindustrie (Industrieprojekt):

Dieses Thema wird durch eine Doktorandenstelle bei Bosch Stuttgart gefördert. Inhalt dieses Projektes ist, auf der Grundlage des SPC (Statistical Process Control) eine Prozesssteuerungsform im Bereich der Software-Entwicklung im Automotiv-Bereich zu entwickeln und diese prototypisch anzuwenden. Damit soll eine Prozessgütestufe nach dem Capability Maturity Model Integration (CMMI) von 4 erreicht bzw. erreichbar werden. Dabei werden auch geeignete Quantifizierungsmethoden, wie zum Beispiel das Functional Size Measurement (FSM), hinsichtlich ihrer Eignung untersucht. Die folgende Abbildung zeigt eine bereits das in einem vorhergehenden Projekt mit der Industrie analysierte Verhältnis der FSM-Unterstützung bei einer CMMI-basierten Prozessgüte.

Insbesondere für die CMMI Stufe 5 ist dabei die Kausalitätsanalyse eine wichtige Prozessqualitätsgrundlage. Erste Kausalitätsmodelle sind inzwischen entwickelt und untersucht worden (siehe Abbildung).

Grundlegende Prozessmodelle und Methodologien sind inzwischen in einem Preprint publiziert worden. Der kausal Ansatz selbst wurde bereits auf internationalen Tagungen vorgestellt (IWSM, MENSURA usw.).


Web-basierte Systeme und Implementation von Webservice-Center-Diensten (Industrieprojekt):

Im Bereich der Web Services (WS) ist eine hohe Dynamik der Technologien und Anwendungsformen zu verzeichnen. Inhalt dieses Projektes, das gemeinsam mit dem Entwicklungszentrum der Deutschen Telekom in Berlin realisiert wird, ist die Analyse von Web Services sowie die prototypische Implementation von (Trust) Center-Diensten für die Auswertung realer Webservice-Anbieter hinsichtlich qualitativer Aspekte. Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für einen WS Measurement Service.

Grundlage dieser Dienste bieten Aufwands- bzw. Kostenschätzungen von Legacy-Projekten für deren WS-Portierung im Rahmen des Telekommunikationsbereiches.
Für den Bereich der Service-orientierten Architekturen (SOA) sind bereits Metriken für die Qualitätsbewertung definiert und international diskutiert worden (IWSM, MENSURA, MDA4SOA).

Darüber hinaus wurde bereits ein BPELmeter implementiert, der die Anwendung der Metriken für den Cheoreographiebereich der SOA unterstützt (s.o.).


eMeasurement für Functional Size Measurement (FSM):

Das Software eMeasurement impliziert eine Reihe neuer Möglichkeiten der Interaktion auf dem Gebiet der Softwaremessung und Bewertung hinsichtlich:

  • eMeasurement Communities,
  • eMeasurement Services,
  • eQuality Services,
  • eMeasurement Consulting,
  • eExperience und eRepositories,
  • Measurement eLearning,
  • eCertification.

Neben diesen prinzipiell möglichen Formen des eMeasurement stellt sich natürlich auch die Frage der Akzeptanz bzw. des eigentlichen Bedarfs. Dazu wurde unter anderem eine Studie auf der Grundlage einer internationalen Umfrage durchgeführt.

Ziel ist es unter anderem, Themenbezogene Web-Portale und -Services anzubieten, die eine effiziente Planung, Konsultation, Durchführung und gemeinsame Auswertung von Softwaremess- und -bewertungsformen im Web unterstützen, wie beispielsweise im folgenden Portal zum Functional Size Measurement (FSM).


Software Measurement Infrastructures:

Aufbauend auf dem zuvor genannten Projekt zum FSM-eMeasurement geht es hierbei um die Konzeption und prototypische Implementation von Infrastrukturen im Web für die vielfätigste Unterstützung der Software-Messung für unterschiedliche Communities und Anwendungsbereiche. Im Kontext einer pervasiven Softwareanwendung werden die Softwaremessansätze zunehmend autonom bzw. werden immer mehr als vollständige Kontrollzyklen angewandt.

Inhalt dieses Projektes ist die Anwendung Web-basierter Technolgien, wie beispielsweise das Service Engineering, für die prototypische Umsetzung von Software-Messinfrastrukturen.

Einzelbeispiele zu Messservices sind zum einen der Telemetrie-Ansatz Hackystat für die Erfassung von File-Zugriffsdaten im aktuellen verteilten Software-Entwicklung sowie die Bereitstellung von Messdaten zu den grundlegenden Java-Technologien als Java-Messservice und Messdatenrepository.


E-Learning Content:

Ausgangspunkt sind die vielfältigen Web-Content-Beispiele für die Lehrveranstaltungen der AG Softwaretechnik, wie z. B. Softwaretechnik I, Verteilte Systementwicklung , Softwarequalitätsmanagement, Einführung/Algorithmen Datenstrukturen und Web Engineering, in denen Web-Animationen mit lokalen Bewertungsformen bereits seit einigen Jahren im Einsatz sind. Die folgenden Bilder zeigen derartige Beispiele:

Softwareentwicklungsbewertung nach CMM

bewertete Abfrage zu phasenbezogenen Testverfahren

Metrikenanwendung nach dem GQM-Paradigma

Inhalt des Projektes ist es

  • einerseits die Tauglichkeit moderner Technologien zum Semantic Web, wie SMIL, RSS und OWL, für den Bereich der traditionell-kognitiven und behavioristischen Lehr- und Lernformen zu überprüfen,

  • andererseits eine spezielle Themenausrichtung vorzunehmen und zwar für

    • den inhaltlichen Bezug zur Softwaretechnik-Ausbildung im Rahmen der internationalen Initiative SWEBOK (Software Engineering Body of Knowledge),

    • zu den Grundlagen der Softwaremessung und -bewertung im Rahmen der Communities, in denen unsere AG aktives Mitglied ist ( GI, DASMA, MAIN, COSMIC und ISBSG).

Erste Ergebnisse hierbei sind folgende:

  • CodGen: ein dynamisches Content-Erweiterungssystem für ausgewählte Faktendarstellungsformen, wie Übersichtslisten zu terminbezogenen Ereignissen, welches das Web nach Erweiterungskomponenten absucht und selbständig eine Erweiterung vornimmt. Das folgende Beispiel deutet die Erweiterung eine Konferenzauflistung an.

  • VisuGraphX3D: Dieses Softwaresystem ermöglicht eine Anwendung der gängigen 3D-Analyseformen (Drehung, Navigation, Ortung) und der 2D-Analyseangaben (Diagramm, Messwertlisten) auf der Grundlage einer XML-basierten Graphbeschreibung. Dabei sind Messreihen jeweils den Knoten oder den Kanten zugeordnet und werden mit diesem Tool in vielfältiger Weise analysierbar gemacht. Besonders geeignet ist dieses Tool für die Web-Analyse bei der die Websites durch Knoten repräsentiert werden und deren Anzahl in einer ausgewählten Domäne sehr umfangreich ist.

E-Learning Management:

Bei diesem Projekt geht es darum, die verschiedenen Lehr- und Lernkonzepte sowie Inhalte mit den jeweils geeigneten Organisationsformen zu verbinden. Hinsichtlich der Einrichtung, Organisation und Führung von Web-Kursen existieren bereits vielfältige Lösungen. Wirklicher Forschungsbedarf besteht hierbei allerdings

  • in der Analyse und Bewertung der Komplexität von E-Learning-Systemen hinsichtlich ihrer Entwicklung und Wartung unter Berücksichtigung der funktionalen (inhaltlichen) Erweiterung aber auch der technologischen Veränderungen,

  • in der speziellen Abschätzung des Entwicklungs- und Wartungsaufwandes unter den Aspekten unterschiedlich intentionierter Architekturformen, wie zum Beispiel dem PLP (Personal Learning Platform), beispielsweise durch die Modifikation existierender Schätzmodelle wie das COCOMO II oder das COSMIC-FFP.

Inhalt dieses Projektes ist es daher vor allem, die Entwicklungskomplexität zu untersuchen, bewertbar und damit beherrschbar zu machen.

Erste Ergebnisse sind hierbei:

  • Online-Voting. Ein System für den Bereich der Architekturpsychologie und dessen technologische Bewertung. Die folgende Abbildung zeigt ein Bewertungsbeispiel und die Möglichkeit der datanbankgestützten Bereitstellung der zu bewertenden Artefakte.

  • WebTomix: Dieses agentenbasierte System analysiert die Web-technologischen Merkmale von Websites bzw. Web-Applikationen. Die folgende Abbildungen zeigen ausgewählte Analysen.

Für die e-Learning-Prozessunterstützung wurden Software-Metriken entwickelt und für ausgewählte e-Learning-Technologien und -system angewandt. Weiterhin wurde inzwischen ein e-Learning-Unterstützungssystem PISA konzipiert und prototypisch implementiert.


Agent-Based E-Learning:

Die Anwenung moderner Systemtechnologien, wie das Agentenbasierte Software Engineering, für den Bereich des e-Learning für das lebenslange Lernen ist Inhalt dieses Projektes. Es geht dabei um

  • die Bewertung der Agententechnologie als mögliche Implementationsplattform für das e-Learning,

  • die Konzeption und prototypische Realisierung von adaptiven e-Learning-Formen auf der Grundlage der AOSE,

  • die Anwendung der neuen e-Learning-Systemformen für einen ausgewählten Lehrbereich.

Die Bewertung der AOSE verschiedener Agententechnologien bzw. der allgemeine Vergleich zur OOSE zeigte die erwarteten Komplexitätserweiterungen (bzwl. der Objektkopplung nach dem C&K CBO-Maß).

Die folgende Abbildung zeigt die mögliche Anwendungsform der Software-Agenten für den Bereich der e-Learning-GUI's.


Release-based Test Evaluation:

Bei diesem Projekt geht um die Bewertung der Software-Qualität von Software-Releases auf der Grundlage der Testeffizienz. Ausgangspunkt sind die Untersuchungen zu Testgütemodellen (TMM) und deren Kontext im Software-Prozess generell. Dabei werden zunächst die Testmehtoden, Prozesse und deren Software-Prozessintegration betrachtet.

Schwerpunkte des Projektes sind

  • Zusammenfassung vorhandener Testmethoden als State of the Art mit den jeweils zugrunde liegenden Testprozessen,

  • Konstruktion empirisch basierter semantischer Netze für die Testprozessadaption bzw. -optimierung,

  • Ableitung komplexer Testbewertungsformen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Testprozessgüte-Levels.


Qualitätssicherung bei der Entwicklung verteilter Systeme:

Bei diesem Projekt sind mehrere industrielle Partner beteiligt, wie zum Beispiel VW Wolfsburg, T-Systems Magdeburg, BWS Automotiv Cons. Wolfsburg usw.). Schwerpunkte bei der Projektbearbeitung sind vor allem

  • Analyse und Bewertung der Einflussfaktoren der SOA für die Prozessgestaltung der Enterprise Information Systems (EIS),

  • die Security-Prozessanalyse und -optimierung für die EIS,

  • Service-Level-Agreement-basiertes Projektmanagament für die EIS-Entwicklung,

  • formale Modelle einer EIS-Prozessanalyse und -bewertung,

  • Anwendug von Optimierungsverfahren für die EIS-Bewertung,

  • Bewertung und Optimierung der methodischen Grundlagen zu EIS.

Die grundlegenden Zusammenhänge der oben genannten Projektmerkmale sind in der folgenden Abbildung grob skizziert.


ITIL-basierte Software-Prozessoptimierung für den KMU-Bereich:

Die IT Infrastructre Library widmet sich insbesondere der Erschießung von Best Practices für den SOA-Bereich. Diese modernen Systemformen sind auch zunehmend im KMU-bezogenen Entwicklungsbereich relevant. Das vorliegende Projekt beschäftigt sich daher

  • mit der Prozessmodellierung für aktuelle Software-Entwicklungen im KMU-Bereich auf der Grundlage der BPMN,

  • Konzeption und Instrumentierung eines Projektmanagement auf dieser Grundlage.


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