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Dazu müssen sowohl die informalen Ansätze zur Softwaremessung
(ISO 9000, Capability-Maturity-Modell, Goal-Question-Metric) als auch die
formalen (axiomatisch, algebraisch, regelbasiert usw.) analysiert und bewertet
werden. Erste Arbeiten dazu sind bereits von uns publiziert worden.
Dabei zeigt sich, daß der zumeist verfolgte ganzheitliche Ansatz
in seiner Umsetzung auf eine Reihe von Problemen stößt.
Daher wurde ein objektorientierter Ansatz konzipiert mit den Schritten
(siehe
CAME Framework):
Die auf dieser Basis definierten Softwarequalitätsagenten wurden für eine Java-Entwicklungsumgebung definiert und werden derzeit angewandt. Anwendungsformen im Bereich der softwareentwickelnden KMUs sind ebenso Projektschwerpunkt. Weitere Untersuchungen dienen der Eignung formaler Modelle und Paradigmen. Auf diesem Gebiet zeigt sich folgende Situation zu den bisherigen Ansätzen:
| formaler Ansatz | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| algebraisch | wohldefinierte Metrikenalgebra | paradigmenabhängig |
| axiomatisch | exakte Definition der Metrikeneigenschaften | wenig praktikabel |
| funktional | kompakte Definition von Erfahrungen | problematisch für neue Paradigmen |
| regelbasiert | eine wohldefinierte Metrikensprache | ungenügende Einbeziehung empirischer Bewertungen |
Neue Ansätze, wie beispielsweise mit Prozeßalgebren oder attributierten Kalkülen sollen diese Nachteile abbauen bzw. die Vorteile insgesamt verbinden.
Ergebnisse:


Im Softwaremeßlabor der Universität Magdeburg existiert bereits
ein einfacher Prototyp einer Softwaremeßdatenbank, der Meßdaten
der CAME-Tools Cosmos, Logiscope, Datrix und OOM einliest und über
eine Java-basierte Anzeige bereits eine WWW-bezogene Anwendung ermöglicht.
Ausgehend von den Erfahrungen bei der gegebenenfalls notwendigen Meßtool-Modifikation
bis hin zum Multiuser-Anwendungskonzept sollen jetzt vor allem die vielfältigen
Meßdatenausprägungen in den verschiedensten Entwicklungsphasen
und aus unterschiedlichsten Quellen (manuell, toolgestützt usw.) untersucht
und zweckmäßige Architekturen für den Meßdatenbankeneinsatz
in der Praxis aber auch für die Forschung untersucht werden. Die in
diesem Projekt erarbeiten Konzepte dienen der Untersuchung von firmenbezogenen
Meßdatenbanken bis hin zur primären Forschungsorientierung.
Dabei werden Standardisierungmöglichkeiten für die im allgemeinen
toolgestützte Meßdateneingabe untersucht. Für die Ausgabe
gelten Standardschnittstellen zu Statistik-Tools und anderen tool-basierten
Formen.
Als erste Plattformorientierung werden Oracle, Java, SPSS und die im Magdeburger
Softwaremeßlabor bereits vorhandenen CAME-Tools verwendet.
| Dimensionen einer Meßdatenbank | ||
|---|---|---|
| Datencharakteristika (Werteart, Einheit, Typ, Quelle) |
Datenbankcharakteristika (Modellart, Architektur, Sicherheit, Qualität usw.) |
Systemcharakteristika (autonom, eingebettet, verteilt, wissensbasiert) |
| Eingaben (manuell, toolbasiert...) |
Softwaremeßdatenbank | Ausgaben (Wert, Report, Input für Tool) |
| Metrikcharakteristika (einfacher/hybrider Wert, Skalierung, Berechnungsform) |
Meßstrategieform (modellbasiert, direkt, Schätzung, Klassifikation) |
Anwendungsform Assessment, Management, Experiment...) |
Ergebnisse:


Ergebnisse:
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