Forschungsprojekte 1999

FIN, IVS, AG Softwaretechnik


WiVe:

Software-Wiederverwendung (Industrieprojekt)

Meßtheoretische Bewertung und Analyse der Function-Point-Methode Untersuchungen der Anwendbarkeit der FFP im praktischen Umfeld (Industrieprojekt) Y2K:

Das Jahr-2000- Problem

Forschungs- Team

WiVe: Software-Wiederverwendung (Industrieprojekt):

Das Projekt wurde gemeinsam mit dem EZ Berlin der Deutschen Telekom realisiert. Für die Software-Wiederverwendung existieren bereits eine Reihe von Untersuchungen bzw. "Erfolgsstories" aus der Praxis. Dabei ist jedoch zumeist eine Nachvollziehbarkeit des wirklichen Nutzens insbesondere auch auf die jeweiligen Technologien bezogen kaum möglich. Das Projekt WiVe diente der dteaillierten Analyse und Erarbeitung von bewertbaren Strategien für die Software-Wiederverwendung in einem konkreten industriellen Umfeld.

Ergebnisse:

  • eine erstmalige Analyse und Bewertung der vorhandenen Reuse-Metriken hinsichtlich ihrer meßtheoretischen Eigenschaften und der damit implizierten Anwendbarkeit;

  • kontrollierte Experimente (als Fallstudien) mit nachvollziehbaren Reuse-Anteilen für die Bereiche der Netzwerkmanagementsoftware für die Tlekommunikation sowie für intelligente Netzdienste;

  • ein Konzept zur Einführung praxisrelevanter Reuse-Metriken;

  • Entwicklung einer Reuse-Strategie für die Entwicklungsprozeßerweiterung als erstmalige Integration von Prozeß-, Produkt- und Ressourcenmetriken:

  • zahlreiche nationale und internationale Publikationen;


Meßtheoretische Bewertung und Analyse der Function-Point-Methode:

Die Function-Point-Methode (FPM) ist inzwischen eine voll etablierte Methode für den Bereich der Aufwandsschätzung und -bewertung der Entwicklung von Softwaresystemen. Seit 1994 gibt es bereits einen allgemein anerkannten Standard auf dessen Grundlage zertifizierte FPM-Zähler derartige Abschätzungen vornehmen. Dennoch herrscht zum Teil Unklarheit bzw. Unsicherheit über die Zuverlässigkeit dieser Methode bzw. ihrer möglichen Einsatzfelder.

Inhalt der Forschungsarbeiten in diesem Projekt ist die meßtheoretische Analyse der FPM um deren Aussagefähigkeit skalenbasiert abschätzen zu können.

Ergebnisse:

  • für die FPM sind Grundvoraussetzungen für eine zulässige Schätzung postuliert und validiert worden;

  • die Untersuchungen richteten sich dabei auch auf weitere Entwicklungen dieser Methode, wie etwa die FFP;


Untersuchungen der Anwendbarkeit der FFP im praktischen Umfeld (Industrieprojekt):

Das Projekt wurde gemeinsam mit der Siemens AUTOMOTIV in Regensburg realisiert. Die Full-Funtion-Point-Methode (FFP) entstand aus der "klassischen" FPM mit der Erweiterung der Einbeziehung der signal- bzw. hasrdwarebezogenen Ein- und Ausgabe zur Abschätzung der Funktionalität eigebetteter Softwaresysteme. Sie wurde von unserem Forschungspartner der Quebec-Universität in Kanada entwickelt (siehe COSMIC-FFP).

Gegenstand dieses Projektes war es, die Tauglichkeit dieser Methode für die Aufwandsschätzung in einem industriellen Umfeld zu erproben.

Ergebnisse:

  • die Analyse der speziellen Form der Spezifikationen und der Möglichkeit FP zu zählen;

  • die Bewertung der Schätzergebnisse zum bereits bekannten Entwicklungsaufwand realisierter eingebetteter Softwaresysteme;

  • die Entwicklung einer Zählanleitung für die allgemeine Anwendung der FFP im untersuchten industriellen Bereich;


Y2K - Das Jahr-2000-Problem:

Das Jahr-2000-Problem erwies sich aus softwaretechnischer Sicht als eines der komplexesten Aufgaben im Rahmen des Reengineering. Neben der aktiven Beteiliogung an der Aktion-2000-Community waren Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet darauf gerichtet, welchen Einfluß die speziellen Methoden und Bewertungsformen bei dieser Y2K-Umstellung auf die Methodenlandschaft des Reengineering und die Komplexitätsanalyse und -bewertung von IT-Systemen überhaupt besitzen.

Ergebnisse:


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