Software Engineering
Allgemeine Hinweise zum IT-Teamprojekt

FIN, IVS, AG Softwaretechnik

  1. Allgemeine Ziele
  2. Inhaltliche Ausrichtung
  3. Terminplanung
  4. Pflichtenheft
  5. Bearbeitung
  6. Ergebnisdarstellung
  7. Ergebnisbewertung

1. Allgemeine Ziele und Vorkenntnisse:

  • Bearbeitung einer komplexen Aufgabe zur Entwicklung bzw. Bearbeitung eines Softwaresystems,

  • Beachtung der grundlegenden Lernziele, wie der Erlangung von: technischer Kompetenz:durch Anwendung einer Benutzer-Entwickler-Kommunikation, Übernahme von Vorgängerresultaten für die eigene Lösung, Methodenanwendung und -bewertung; sozialer Kompetenz:durch Übernahme von Verantwortung für das Projektziel in einer Gruppe, die Fähigkeit zur Teamarbeit hinsichtlich Konstruktivität und Ergebnisorientierung, den Umgang mit Fachkräften aus anderen Fachgebieten; und Transferkompetenz: durch das Lernen, Arbeitsergebnisse angemessen zu präsentieren und praktische Erfahrungen zu sammeln und dabei Unsicherheiten abzubauen.

Dabei besteht insbesondere die Möglichkeit, die in der Einführungsveranstaltung zur Informatik erworbenen Kenntnisse zur Algorithmierung, in der Modellierung und Programmierung erlernte Modellierungsformen und Programmierungstechniken und die vermittelten Grundlagen der Software Engineering-Lehrveranstaltung, wie zum Beispiel

  • die selbständige Anwendung von Testtechniken (Verifikation, systematischer Test usw.),
  • den Programmentwurf auf der Grundlage von Pseudocodes und Struktogrammen,
  • die Kenntnis grundlegender Softwarelebenszyklusmodelle und deren Anwendungskriterien,

  • die Grundkenntnisse im Projekt- (PERT, CPM, Gantt-Diagramme), Qualitäts- (Aufwandsschätzung, Umfangsbewertung) und Konfigurationsmanagement,
  • die Anwendung informaler Techniken (insbesondere Diagrammen) für den datenorientierten Ansatz (Datenflussdiagramme, ERM), für den funktionsorientierten Ansatz (Aktivitätsdiagramme, Hierarchiemodelle), für den ereignisorientierten Ansatz (Zustandsdiagramme, Petrinetze, Entscheidungstabellen) und für den nachrichtenorientierten Ansatz (Sequenz- bzw. Interaktionsdiagramme und OO-Techniken im allgemeinen),
  • die (möglicherweise) Anwendung einer formalen Technik (wie zum Beispiel Z),
  • die konsequente Anwendung des objektorientierten Entwicklungsparadigmas ausgerichtet auf die Entwicklungsmethode UML (Unified Modeling Language) und deren tool-gestützte Anwendung

anzuwenden.

2. Inhaltliche Ausrichtung:

Die Themen sind aus den folgenden Bereichen zusammengestellt:
  • institutsbezogene Forschungsprojekte,
  • fakultätsbezogene Anwendungen im Bereich der Organisation und Verwaltung,
  • (ausgewählte!) universitätsbezogene Anwendungen,
  • Implementation von Anwendungen für die Lehre,
  • Aufgabenstellungen anderer Fakultäten bzw. Einrichtungen,
  • abgrenzbare externe Aufgaben (mit Prototypcharakter).

Die Aufgabestellung gibt den Studenten die Möglichkeiten einer arbeitsteiligen Realisierung und einer selbständigen Detaillierung der jeweiligen Anforderungen einräumen. Weiterhin ist anzustreben:

  • Die Themenangebote sollten für Teamgrößen von 3 bis 5 Studenten ausgerichtet sein.
  • Zur Gewährleistung vorhandener Entwicklerkenntnisse sollte eine eventuell erforderliche Teilnahme an Programmierkursen zu speziellen Programmiersprachen beim URZ bzw. zu speziellen Entwicklungsmethoden in den Instituten organisiert werden.
  • Die Realisierung des Praktikums sollte im gegebenen Umfeld die vorhandenen methodischen Grundlagen und Tools beachten bzw. konstruktiv erweitern.
  • Bei der Teambildung sollte gegebenenfalls die Möglichkeit einer Heterogenität hinsichtlich der Zusammensetzung (also CV-, INF-, CSE- und WIF-Studenten) geprüft werden.

3. Terminplanung:

  • Semesterbeginn: Angebot der Praktikumsaufgaben im WWW der jeweiligen Arbeitsgruppen der Fakultät
  • nach zwei Wochen: Durchführung der Anforderungsanalyse und Erarbeitung des Pflichtenheftes,
  • während des Semesters: ein bis zwei Treffen für Zwischenberichte und Aufgabenergänzungen,
  • bis Semesterende: Bewertung der Ergebnisse und Abgabe der Bewertungen zu IT-Komplex beim Prüfungsamt

4. Pflichtenheft:

  • Das Pflichtenheft leitet sich aus der (kurzen) Aufgabenstellung her und umfaßt eine (kurze) Beschreibung des Themenfeldes und eine Auflistung der Anforderungen hinsichtlich

    • funktioneller: als explizit zu realisierende Funktionalitäten der Aufgabenstellung,
    • qualitätsbezogener: als spezielle Anforderungen hinsichtlich Korrektheit, Zuverlässigkeit, Layout, Wartbarkeit usw.,
    • hard- und softwarebezogener: als Beschreibung der erforderlichen Plattform einschließlich der zu verwendenden Standardsoftware und dgl. m.,
    • planungsbezogener: als Angabe spezieller zu berücksichtigender Termine (Nutzungszeiten bestimmter Software, Verfügungszeiträume spezieller Hardware usw.) neben den allgemeinen Terminen des Softwarepraktikums.

  • Die im Pflichtenheft formulierten (Teil-)Aufgaben sollen durch ca. 3 bis 5 Studenten arbeitsteilig realisierbar sein.
  • Für die im Pflichtenheft formulierten Anforderungen können bereits Machbarkeits- und ähnliche Analysen durchgeführt worden sein.
  • Für den gegebenenfalls notwendigen Kenntniserwerb als Voraussetzung zur Lösung der Aufgabe (zum Beispiel Kurzlehrgang für eine spezielle Programmiersprache) sind entsprechende Hinweise zu geben.

5. Bearbeitung:

  • Der Bearbeitungsaufwand beträgt pro Student gemäß der geplanten 4 SWS für 14 Wochen Vorlesungszeit.
  • 1. Meilenstein (zwei Wochen nach Semesterbeginn): Für die Aufgabenstellung ist eine Anforderungsanalyse durchzuführen in deren Ergebnis ein Pflichtenheft mit der detaillierten Funktionsbeschreibung und einer abrechenbaren Aufgabenteilung für jedes Teammitglied entsteht.
  • 2. Meilenstein (ca. Semesterhälfte): Vorstellung der Spezifikations- und Entwurfsdokumente.
  • 3. Meilenstein (Semesterende): Präsentation der erreichten Ergebnisse einschließlich Abnahmetest.

6. Ergebnisdarstellung:

  • Dokumentation der implementierten Lösung der Aufgabenstellung einschließlich

    • Spezifikations- und Entwurfsdiagrammen und/oder Beschreibungen,
    • Lösungsbeschreibung und -begründung der Implementation,
    • Testdokumentation und Nachweis der Umsetzung der in der Aufgabenstellung genannten Qualitätsanforderungen,
    • (ggf.) Anwendungsbeschreibung,
    • Anwendungsbeispiele;

  • Quellprogramme der erarbeiteten Lösung.

7. Ergebnisbewertung:

Die Bewertung erfolgt in Form einer individuellen Benotung jedes einzelnen, teilnehmenden Studenten. Die Benotung des IT-Teamprojektes ist eine der drei Teilnoten für den IT-Bereich (IT-Seminar, LV IT-Projektmangement, IT-Teamprojekt).


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